So erkennst Du Qualität bei Gewürzen


Keine Sorge: Du musst kein ausgebildeter Gewürzexperte sein, um gute Qualität von mittelmäßiger oder gar schlechter unterscheiden zu können. Denn von Natur aus bringst Du schon alles Notwendige mit – Deine Sinne! Ein gutes Gewürz ist leicht zu erkennen, denn es hat satte Farben und duftet sehr intensiv, wenn es zerrieben oder zerstoßen wird.

Wirklich leicht kannst Du erstklassige Qualität nur bei ganzen, also unzerkleinerten Gewürzen erkennen. Wenn Du bereits ein fertig gemahlenes Pulver kaufst, können sich darin viele unschöne Überraschungen verstecken, die man eigentlich nicht im Essen haben möchte. Das Spektrum reicht hier von Schalenresten, Ungeziefer und verdorbener Ware, die einfach mitgemahlen wurde, bis hin zu Riesel­hilfen (damit es nicht klumpt) und Geschmacksverstärkern, die besonders bei Gewürz­mischungen und ­-zubereitungen eine verbreitete Unsitte sind.

Das ist der Grund, warum bei uns nur ganze oder geschnittene Gewürze ins Töpfchen kommen. Selbst unsere Gewürzmischungen werden nur so fein geschnitten, wie nötig und so ganz belassen, wie möglich!

Zerdrückt, andersfarbig oder muffig?


Schlecht sortierte Ware erkennst Du an einer größeren Anzahl von zerdrückten oder andersfarbigen Körnern/Beeren/Samen sowie an Stengelresten und Fremdkörpern. Und wenn ein Gewürz falsch gelagert wurde (meistens zu feucht), wirst Du das sofort am muffigen Geruch, und im schlimmsten Fall an Schimmel- oder Schädlingsbefall merken können.

Die Gewürze wirken blass und duften kaum


Meist handelt es sich dabei um minderwertige Ware. Sie ist älter, die Gewürze erscheinen blass und ausgelaugt, das Aroma ist flach und weniger intensiv.

Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen: Ein gutes Beispiel ist hier Cardamom. Seine Außenhülle wirkt wie ein Tresor. Die ätherischen Öle und auch die weniger flüchtigen, öligen und harzigen Bestandteile werden so fest in der getrockneten Zelle eingeschlossen. Er sieht blass aus und riecht kaum, bis man ihn aus seiner Hülle befreit.

Um den Aromenreichtum getrockneter Gewürze also wirklich beurteilen zu können, genügt es manchmal nicht, einfach am geöffneten Töpfchen zu schnuppern. Besser ist es, eine kleine Menge im Mörser zu zerstoßen, dann entfaltet sich die ganze Aromen­pracht erst richtig.

Wichtige Regeln zur Aufbewahrung und Haltbarkeit


Mit dem Inhalt eines Gewürztöpfchens kann man je nach Sorte mehrere hundert Mahl­zeiten verfeinern – und dementsprechend lange muss so ein Topf in der Küche stehen, bis der Inhalt vollständig aufgebraucht ist.